Was ist eine Zangengeburt? |
Die Zangengeburt zählt neben der Saugglockenentbindung zu den vaginalen Entbindungsoperationen. Beide Methoden kommen dann zum Einsatz, wenn eine normal begonnene Geburt auf Grund auftretender Probleme schnell zum Ende gebracht werden muss. Sie verkürzen beziehungsweise ersetzen beide die Austreibungsphase.
Die Zangengeburt weist gegenüber der Saugglockenentbindung einen deutlichen Vorteil auf: Sie geht schneller! Es dauert bis zu drei Minuten, um den für die Haftung der Saugglocke nötigen Unterdruck zu erzeugen. Außerdem kann der Geburtshelfer mit der Zange den Austritt des Köpfchens besser steuern. Korrekturen der Drehbewegung des Köpfchens im Geburtskanal sind möglich.
Symptome |
Besteht für das Kind während der Austreibungsphase eine Gefahr, äußert sich dies in Veränderungen im Kardiotogramm (CTG), das die Wehentätigkeit und die kindlichen Herztöne aufzeichnet. Hierzu zählen meistens Bradykardien (Herzfrequenzabfälle) und lang anhaltende Dezelerationen, also die Verlangsamung der Herzschlagfrequenz des Kindes unter den Wehen.
Ursachen |
Der Arzt setzt die Geburtszange dann ein, wenn eine Geburt zu lange dauert, die Mutter eine Wehenschwäche aufweist oder eine Kompression (Quetschung) der Nabelschnur besteht.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen ? |
Die Zangenentbindung wird von einem Arzt im Krankenhaus durchgeführt.
Diagnose |
Ehe der Arzt eine Zangengeburt vornimmt, muss er zunächst bestimmte Voraussetzungen prüfen. Eine Geburtszange sollte grundsätzlich nur dann zum Einsatz kommen,
- wenn das Kind lebt,
- der Muttermund vollständig geöffnet ist,
- der kindliche Kopf im Verhältnis zum mütterlichen Becken nicht zu groß ist,
- die Fruchtblase gesprungen ist oder künstlich gesprengt wurde,
- das Kind mit der Zange erfasst werden kann,
- und eine der Situation entsprechende Zange vorhanden ist.
Es gibt unterschiedliche Zangentypen, die zum Beispiel nicht alle für Frühgeburten geeignet sind.
Behandlung |
Die Geburtszange besteht aus zwei so genannten Löffeln, mit denen das kindliche Köpfchen erfasst werden kann. Zwar gibt es unterschiedliche „Zangenmodelle“, aber alle weisen eine dem kindlichen Schädel entsprechende Krümmung auf.
Nach der lokalen Betäubung des Damms und oftmals nach einem Dammschnitt legt der Arzt die Zangenlöffel seitlich an den kindlichen Kopf an. Dabei muss er ertasten, ob er keine mütterlichen Weichteile wie Muttermund oder Scheide eingeklemmt hat. Im Zusammenspiel mit den Wehen zieht er den kleinen Kopf durch den Geburtskanal. Sobald der Kopf ausgetreten ist, wird die Zange entfernt und die Geburt ohne Hilfsmittel beendet.
Nach der lokalen Betäubung des Damms und oftmals nach einem Dammschnitt legt der Arzt die Zangenlöffel seitlich an den kindlichen Kopf an. Dabei muss er ertasten, ob er keine mütterlichen Weichteile wie Muttermund oder Scheide eingeklemmt hat. Im Zusammenspiel mit den Wehen zieht er den kleinen Kopf durch den Geburtskanal. Sobald der Kopf ausgetreten ist, wird die Zange entfernt und die Geburt ohne Hilfsmittel beendet.
Komplikationen |
Durch die „Löffel“ der Zange, also die Bereiche des Instruments, die das Köpfchen umschließen, kann es dort zu Druckstellen kommen. Diese bilden sich jedoch innerhalb von ein paar Tagen zurück. Der erhebliche Druck reizt außerdem in seltenen Fällen die kindlichen Nerven und führt so zu einer vorübergehenden Lähmung des Gesichtsnervs.
Manche Mütter tragen von einer Zangengeburt eine Verletzung des Geburtsweges wie Risse im Muttermund oder das weitere Einreißen eines Dammschnitts davon. Zudem ist manchmal die Gebärmutterkontraktion nach der Entfernung des Mutterkuchens mangelhaft. Die Gebärmutter zieht sich dann nicht ausreichend zusammen, so dass die Wundflächen, an denen die Plazenta anlag, nicht verkleinert werden und die Gefäße nicht verschließen.
Manche Mütter tragen von einer Zangengeburt eine Verletzung des Geburtsweges wie Risse im Muttermund oder das weitere Einreißen eines Dammschnitts davon. Zudem ist manchmal die Gebärmutterkontraktion nach der Entfernung des Mutterkuchens mangelhaft. Die Gebärmutter zieht sich dann nicht ausreichend zusammen, so dass die Wundflächen, an denen die Plazenta anlag, nicht verkleinert werden und die Gefäße nicht verschließen.
Prävention |
Es sind keine vorbeugenden Maßnahmen bekannt.
Was kann ich selbst tun ? |
Die Geburtszange kommt immer dann zum Einsatz, wenn der Verlauf einer Entbindung bestimmte Probleme aufweist. In solchen Fällen sind der aktiven Beteiligung der werdenden Mutter leider Grenzen gesetzt.