Was ist eine Fehlgeburt? |
Wenn eine Schwangerschaft beendet wird, ehe der Fetus lebensfähig ist, handelt es sich um eine Fehlgeburt. Sie kann eingeleitet (Abruptio oder Abtreibung) oder durch andere Faktoren ausgelöst werden (Spontanabort). Eine Fehlgeburt ist die häufigste Komplikation in der Schwangerschaft. Sie betrifft zirka 20 Prozent aller bekannten Schwangerschaften. Gerade zu Beginn kommt es besonders häufig zur Fehlgeburt, mit zunehmender Schwangerschaftsdauer sinkt die Gefahr. Manchmal verliert eine Frau den Embryo, ohne zu wissen, dass sie schwanger war. Sie bekommt ihre Regel zum gewohnten Termin oder auch ein paar Tage später und ahnt nicht, dass eigentlich ein Abort vorliegt. Manche Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 60 Prozent der befruchteten Eizellen in eine Fehlgeburt münden.
Der Gynäkologe unterscheidet den Abort unter anderem in folgende Unterformen:
- Der Abortus imminens, die drohende Fehlgeburt, kündigt sich mit leichter bis mäßiger Blutung an. Der Gebärmutterhals ist geschlossen, die Gebärmuttergröße entspricht der Norm. Die Patientin klagt mitunter über leichte Schmerzen, die durch das Zusammenziehen der Gebärmutter verursacht werden. Die Fehlgeburt ist möglicherweise noch zu verhindern.
- Der Begriff Abortus incipiens steht für die stattfindende Fehlgeburt, die durch keine Maßnahmen mehr aufzuhalten ist. Der Gebärmutterhals ist offen, es sind mitunter sogar schon Gewebeteile sichtbar. Die Patientin klagt eventuell über Schmerzen, die vom Zusammenziehen der Gebärmutter herrühren.
- Beim Abortus completus, der kompletten Fehlgeburt, wurde die gesamte Fruchtanlage ausgestoßen.
- Der inkomplette Abort ist durch in der Gebärmutter verbleibende Reste der Schwangerschaft gekennzeichnet.
Eine Fehlgeburt, die bis zur 16. Schwangerschaftswoche eintritt, wird als Frühabort, eine danach einsetzende Fehlgeburt als Spätabort bezeichnet.
Symptome |
Manchmal verläuft eine Fehlgeburt ohne die typischen Zeichen. Lediglich im Ultraschall zeigt sich, dass es keine kindlichen Herzaktivitäten mehr gibt und dass der Embryo oder Fetus deutlich zu klein ist. Zudem verschwinden die typischen Anzeichen der Schwangerschaft. Wird diese „Missed Abortion“ oder verhaltene Fehlgeburt nicht bemerkt, kann der Embryo mumifizieren. Allerdings kommt dies äußerst selten vor.
Typischerweise kündigt sich eine Fehlgeburt durch Blutungen aus der Scheide und Schmerzen im Unterleib an. Es kommt zu schmerzhaften Kontraktionen der Gebärmutter, also Wehen. Verläuft die Fehlgeburt ohne Wehen, ist dies ein Zeichen für eine Schwäche des Gebärmutterhalses.
Typischerweise kündigt sich eine Fehlgeburt durch Blutungen aus der Scheide und Schmerzen im Unterleib an. Es kommt zu schmerzhaften Kontraktionen der Gebärmutter, also Wehen. Verläuft die Fehlgeburt ohne Wehen, ist dies ein Zeichen für eine Schwäche des Gebärmutterhalses.
Ursachen |
Warum es im Einzelfall zu einer Fehlgeburt gekommen ist, wird nur selten festgestellt. Erst nach der dritten Fehlgeburt ist die Ursachensuche medizinisch vorgesehen.
Grundsätzlich können die Gründe für eine Fehlgeburt beim Vater, bei der Mutter und beim Kind liegen.
Eine nicht ausreichend entwickelte Plazenta, Fehlbildungen der Gebärmutter, eine Schwäche des Gebärmutterhalses, Verwachsungen und Tumoren zählen auf Seiten der Mutter zu den Ursachen. Hinzu kommen Fehlgeburten durch äußerliche Einwirkungen wie Stürze, durch Infektionen der Geschlechtsorgane zum Beispiel mit Chlamydien und durch bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenüberfunktion. Zudem sind immunologische Abwehrreaktionen bekannt, die auf Blutgruppenunterschiede zwischen Mutter und Kind hinsichtlich des so genannten Rhesus-Faktors zurückgehen. Auch psychische Belastungen können eine Gefahr für die Schwangerschaft darstellen. Hormonstörungen wie eine Gelbkörperschwäche sind weitere Gründe für eine Fehlgeburt, denn das Gelbkörperhormon ist wichtig für den Erhalt einer Schwangerschaft.
Auf Seiten des Vaters können genetische Störungen und Spermaanomalien einen Abort zur Folge haben.
Chromosomenanomalien beim Kind führen ebenfalls zur Fehlgeburt. Manchmal liegen auch derartig schwere Fehlbildungen vor, dass ein Weiterwachsen beziehungsweise Weiterleben des Embryos unmöglich wird.
Grundsätzlich können die Gründe für eine Fehlgeburt beim Vater, bei der Mutter und beim Kind liegen.
Eine nicht ausreichend entwickelte Plazenta, Fehlbildungen der Gebärmutter, eine Schwäche des Gebärmutterhalses, Verwachsungen und Tumoren zählen auf Seiten der Mutter zu den Ursachen. Hinzu kommen Fehlgeburten durch äußerliche Einwirkungen wie Stürze, durch Infektionen der Geschlechtsorgane zum Beispiel mit Chlamydien und durch bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenüberfunktion. Zudem sind immunologische Abwehrreaktionen bekannt, die auf Blutgruppenunterschiede zwischen Mutter und Kind hinsichtlich des so genannten Rhesus-Faktors zurückgehen. Auch psychische Belastungen können eine Gefahr für die Schwangerschaft darstellen. Hormonstörungen wie eine Gelbkörperschwäche sind weitere Gründe für eine Fehlgeburt, denn das Gelbkörperhormon ist wichtig für den Erhalt einer Schwangerschaft.
Auf Seiten des Vaters können genetische Störungen und Spermaanomalien einen Abort zur Folge haben.
Chromosomenanomalien beim Kind führen ebenfalls zur Fehlgeburt. Manchmal liegen auch derartig schwere Fehlbildungen vor, dass ein Weiterwachsen beziehungsweise Weiterleben des Embryos unmöglich wird.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen ? |
Wenn Sie vaginale Blutungen feststellen oder Schmerzen im Unterleib verspüren, die denen während der Regel ähneln, sollten Sie sich sofort mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenklinik in Verbindung setzen.
Nicht jede Blutung ist ein Zeichen für eine drohende Fehlgeburt. Aber sie könnte es sein. Deswegen ignorieren Sie dieses Symptom auf keinen Fall.
Nicht jede Blutung ist ein Zeichen für eine drohende Fehlgeburt. Aber sie könnte es sein. Deswegen ignorieren Sie dieses Symptom auf keinen Fall.
Diagnose |
Zunächst einmal muss Ihr Allgemeinzustand festgestellt werden. Hierzu zählen Fiebermessen, Blutdruckkontrolle und Pulsfühlen. Im Anschluss erfolgt die gynäkologische Untersuchung. Der Arzt schaut nach, ob der Gebärmuttermund sich bereits geöffnet hat, oder ob er noch geschlossen ist, und er untersucht die Größe und Form der Gebärmutter. Zudem kontrolliert er per Ultraschall die Herzaktionen des Embryos oder Fetus.
Behandlung |
Die Behandlung richtet sich danach, ob eine Fehlgeburt noch verhindert werden kann, oder ob sie bereits eingesetzt hat. Eine Therapie muss grundsätzlich im Krankenhaus erfolgen.
Bei einer drohenden Fehlgeburt sollte die betroffene Frau sofort strikte Bettruhe einhalten und bekommt unter Umständen ein beruhigendes Medikament. Magnesium-Tabletten unterdrücken die Wehentätigkeit. Umstritten ist er Einsatz von Hormonen in der Therapie. Diskutiert wird der Einsatz von progesteronhaltigen Vaginalzäpfchen bei älteren Patientinnen. Da jedoch der Grund für eine Fehlgeburt meistens nicht bekannt ist, bleiben solche Maßnahmen leider manchmal erfolglos. Dennoch besteht eine Chance, die Schwangerschaft zu erhalten.
Hat die Fehlgeburt bereits eingesetzt, sind keine Herzaktivitäten des Kindes mehr erkennbar, muss die Behandlung auf die möglichst schnelle Beendigung der Fehlgeburt abzielen. Die Patientin erhält Medikamente, die die Wehentätigkeit unterstützen. Nötigenfalls muss die Gebärmutter mit Hilfe einer Ausschabung oder Absaugung ausgeräumt werden. Bei der Missed Abortion, der symptomlosen Fehlgeburt, bei der der Embryo in der Gebärmutter verbleibt, kann es manchmal zu Gerinnungsstörungen kommen – und zwar dann, wenn der Fruchttod bereits drei bis fünf Wochen zurückliegt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Blutgerinnung zu untersuchen. In der Frühschwangerschaft wird die Gebärmutter mit Hilfe einer Ausschabung ausgeräumt. Später muss mit Hilfe eines Wehenmittels der Geburtsvorgang eingeleitet werden.
Zirka zwei bis sechs Wochen nach einer Fehlgeburt sollte die betroffene Frau ihren Gynäkologen aufsuchen. Er kontrolliert, ob die Gebärmutter sich wieder ausreichend zusammengezogen hat.
Bei einer drohenden Fehlgeburt sollte die betroffene Frau sofort strikte Bettruhe einhalten und bekommt unter Umständen ein beruhigendes Medikament. Magnesium-Tabletten unterdrücken die Wehentätigkeit. Umstritten ist er Einsatz von Hormonen in der Therapie. Diskutiert wird der Einsatz von progesteronhaltigen Vaginalzäpfchen bei älteren Patientinnen. Da jedoch der Grund für eine Fehlgeburt meistens nicht bekannt ist, bleiben solche Maßnahmen leider manchmal erfolglos. Dennoch besteht eine Chance, die Schwangerschaft zu erhalten.
Hat die Fehlgeburt bereits eingesetzt, sind keine Herzaktivitäten des Kindes mehr erkennbar, muss die Behandlung auf die möglichst schnelle Beendigung der Fehlgeburt abzielen. Die Patientin erhält Medikamente, die die Wehentätigkeit unterstützen. Nötigenfalls muss die Gebärmutter mit Hilfe einer Ausschabung oder Absaugung ausgeräumt werden. Bei der Missed Abortion, der symptomlosen Fehlgeburt, bei der der Embryo in der Gebärmutter verbleibt, kann es manchmal zu Gerinnungsstörungen kommen – und zwar dann, wenn der Fruchttod bereits drei bis fünf Wochen zurückliegt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Blutgerinnung zu untersuchen. In der Frühschwangerschaft wird die Gebärmutter mit Hilfe einer Ausschabung ausgeräumt. Später muss mit Hilfe eines Wehenmittels der Geburtsvorgang eingeleitet werden.
Zirka zwei bis sechs Wochen nach einer Fehlgeburt sollte die betroffene Frau ihren Gynäkologen aufsuchen. Er kontrolliert, ob die Gebärmutter sich wieder ausreichend zusammengezogen hat.
Komplikationen |
Infolge einer Frühgeburt kann es zu Entzündungen in der Umgebung der Gebärmuter kommen, die sich manchmal auf die Eierstöcke beziehungsweise die Eileiter und auch auf das Bauchfell ausdehnen. Zudem sind Thrombosen in den Beckenvenen möglich.
Prävention |
Viele Frauen machen sich nach einer Fehlgeburt Vorwürfe, fühlen sich schuldig am Geschehenen. Dabei ist das in der Regel nicht der Fall. Die Gründe für eine Fehlgeburt sind vielfältig, und meistens kann man sie auch nicht ausschalten, zumal oft nicht einmal bekannt ist, was zum Abort geführt hat.
Eine Ausnahme: Rhesus-negative Frauen, deren Partner rhesus-positiv ist, sollten innerhalb von 72 Stunden nach einer Fehlgeburt vorbeugend Anti-Rh-Immunglobulin erhalten. Dies wirkt der Rhesusgruppenunverträglichkeit bei einer weiteren Schwangerschaft entgegen. Auch nach der Geburt eines Kindes, sollte das Präparat verabreicht werden, wenn eine entsprechende Rhesusgruppenunverträglichkeit vorlag.
Eine Ausnahme: Rhesus-negative Frauen, deren Partner rhesus-positiv ist, sollten innerhalb von 72 Stunden nach einer Fehlgeburt vorbeugend Anti-Rh-Immunglobulin erhalten. Dies wirkt der Rhesusgruppenunverträglichkeit bei einer weiteren Schwangerschaft entgegen. Auch nach der Geburt eines Kindes, sollte das Präparat verabreicht werden, wenn eine entsprechende Rhesusgruppenunverträglichkeit vorlag.
Was kann ich selbst tun ? |
Wichtig ist es, die Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen gewissenhaft wahrzunehmen. Hier kann manche Komplikation rechtzeitig entdeckt und oftmals auch ausgeschaltet werden. Beachten Sie die Anweisungen Ihres Arztes und suchen Sie ihn auf, sobald Sie das Gefühl haben, dass „etwas nicht stimmt“.
Meiden Sie Risikofaktoren, die Ihre Schwangerschaft gefährden könnten. Bitten Sie Ihren Arzt, Sie ausführlich darüber aufzuklären.
Meiden Sie Risikofaktoren, die Ihre Schwangerschaft gefährden könnten. Bitten Sie Ihren Arzt, Sie ausführlich darüber aufzuklären.