Was ist Salmonellose? |
Die Salmonellose ist eine durch Salmonellen der Enteritis-Gruppe ausgelöste Infektionskrankheit, die mit Bauchschmerzen, Durchfall, Fieber und Erbrechen einhergehen kann oder sich in Form einer Lebensmittelvergiftung äußert. Die auch unter dem Namen Salmonellen-Enteritis bezeichnete Krankheit ist abzugrenzen von den anderen, ebenfalls durch Salmonellen ausgelöste Krankheiten Typhus und Paratyphus.
Berüchtigt ist die Salmonellose, weil sie immer wieder ganze Kindergärten und Altersheime befällt und insbesondere für ältere Menschen und Säuglinge gefährlich werden kann. Nach Bundesseuchengesetz besteht bei Verdacht, Erkrankung und Tod auf Grund der Krankheit Meldepflicht.
Berüchtigt ist die Salmonellose, weil sie immer wieder ganze Kindergärten und Altersheime befällt und insbesondere für ältere Menschen und Säuglinge gefährlich werden kann. Nach Bundesseuchengesetz besteht bei Verdacht, Erkrankung und Tod auf Grund der Krankheit Meldepflicht.
Symptome |
Die Inkubationszeit, also der Zeitraum von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit, kann zwischen fünf und 72 Stunden ausmachen. Anzeichen für die Krankheit sind plötzliches Unwohlsein Erbrechen, wässriger Durchfall, teilweise Fieber und Kopfschmerzen. Der Schweregrad der Erkrankung ist abhängig vom Erregertyp und dem Alter des Patienten. Bei schwerem Verlauf kann es zu Schüttelfrost, höherem Fieber und Kollaps kommen. In der Regel verläuft die Krankheit jedoch leicht und ist nach ein bis zwei Tagen überstanden. In jüngster Zeit nehmen jedoch die Erkrankungsfälle zu, die häufiger mit einem schweren Verlauf bis zu Todesfolge einhergehen.
Ursachen |
Die Ursache einer Salmonellose liegt meist im Verzehr von mit Salmonellen vergifteten Lebensmitteln. Vor allem Fleisch und Fleischwaren, Milch und Milchprodukte, Eier und mit Eiern hergestellte Produkte wie Speiseeis und Backwaren können mit Salmonellen belastet sein. Dies gilt insbesondere bei einer hygienisch unzulänglichen Zubereitung oder Verarbeitung. So ist die Verwendung von rohen oder zu kurz gekochten Eiern bedenklich. Auch die zu kurze Erhitzung von Speisen in Mikrowellengeräten birgt Gefahren. Darüber hinaus können rohes Fleisch und nicht ausreichend erhitzte Fleischprodukte wie Rohwurstsorten oder Fleischsalate Infektionsquellen sein.
Immer wieder kommt es zu Salmonellosen, die ganze Familien betreffen oder als Epidemien auftreten. Gehäufte Einzelerkrankungen in einer bestimmten Region können auf eine noch nicht erkannte Gruppenerkrankung hinweisen, die auf eine gemeinsame Infektionsquelle zurückzuführen sein könnte.
Durch die Berührung von mit Salmonellen belasteten Lebensmitteln kann eine Infektion erfolgen oder die Erreger auf andere Lebensmittel, Gegenstände oder auch Personen übertragen werden. Auch Vögel, Vorratsschädlinge, Nager, Insekten, Heimtiere und Abwässer können weitere Glieder der Infektionskette sein.
Sehr selten überträgt sich die Krankheit durch den direkten Kontakt mit Salmonellen ausscheidenden Tieren. Diese Gefahr eines solchen Infektionsweges besteht am ehesten bei Haustieren. Eine direkte oder indirekte Übertragung von Mensch zu Mensch ist am ehesten im Rahmen eines stationären Aufenthaltes bei besonders vorbelasteten Patienten oder unter hygienisch ungünstigen Bedingungen zu befürchten.
Immer wieder kommt es zu Salmonellosen, die ganze Familien betreffen oder als Epidemien auftreten. Gehäufte Einzelerkrankungen in einer bestimmten Region können auf eine noch nicht erkannte Gruppenerkrankung hinweisen, die auf eine gemeinsame Infektionsquelle zurückzuführen sein könnte.
Durch die Berührung von mit Salmonellen belasteten Lebensmitteln kann eine Infektion erfolgen oder die Erreger auf andere Lebensmittel, Gegenstände oder auch Personen übertragen werden. Auch Vögel, Vorratsschädlinge, Nager, Insekten, Heimtiere und Abwässer können weitere Glieder der Infektionskette sein.
Sehr selten überträgt sich die Krankheit durch den direkten Kontakt mit Salmonellen ausscheidenden Tieren. Diese Gefahr eines solchen Infektionsweges besteht am ehesten bei Haustieren. Eine direkte oder indirekte Übertragung von Mensch zu Mensch ist am ehesten im Rahmen eines stationären Aufenthaltes bei besonders vorbelasteten Patienten oder unter hygienisch ungünstigen Bedingungen zu befürchten.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen? |
Wenn Sie sich nach einem Essen länger als einen Tag krank fühlen, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um den Verdacht auf Salmonellose zu überprüfen. Insbesondere die Erkrankung mehrerer an einer Mahlzeit beteiligten Personen oder von Fieber begleiteter Durchfall sollte beobachtet werden. Babys und Kleinkinder sollten bei Durchfall immer von einem Arzt untersucht werden.
Diagnose |
Bei Verdacht auf Salmonellose auf Grund der unter Anzeichen und Symptome beschriebenen Krankheitszeichen können Stuhl, Enddarmabstriche, Erbrochenes, aber auch verdächtige Lebensmittel und Speisen auf die Erreger überprüft werden.
Behandlung |
Normalerweise beschränkt sich die Behandlung darauf, den Durchfall bedingten Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen. Zum Ausgleich empfiehlt sich eine Mischung aus 3,5 Gramm Kochsalz, 40 Gramm Zucker, 2,5 Gramm Natriumbikarbonat (als Backpulver erhältlich) und 1,5 Gramm Kaliumchlorid in einem Liter Wasser aufgelöst.
Eine Therapie mit Antibiotika ist dagegen in der Regel nicht angezeigt, weil sich dadurch die Bakterienausscheidung verlängern kann. Nur bei typhösem Verlauf einer Salmonellen-Erkrankung, bei Salmonellosen im ersten Lebensjahr oder bei schweren Grundkrankheiten wie Leukämie, Aids, nach Organtransplantationen oder bei durch höheres Alter abwehrgeschwächten Personen kann eine Antibiotikagabe notwendig sein. Bewährt haben sich vor allem Co-Trimoxazol und Ampicillin. Bei Erwachsenen können auch Ofloxacin oder Ciprofloxacin angewendet werden. Letztere Präparate sind auch zur Behandlung von Dauerausscheidern sinnvoll, die nach überstandener Krankheit oder auch ohne vorangegangene Erkrankung Salmonellen länger als sechs Monate ausscheiden. Vor der Gabe von Antibiotika sollte der Arzt den Erreger auf Resistenzen überprüfen.
Eine Therapie mit Antibiotika ist dagegen in der Regel nicht angezeigt, weil sich dadurch die Bakterienausscheidung verlängern kann. Nur bei typhösem Verlauf einer Salmonellen-Erkrankung, bei Salmonellosen im ersten Lebensjahr oder bei schweren Grundkrankheiten wie Leukämie, Aids, nach Organtransplantationen oder bei durch höheres Alter abwehrgeschwächten Personen kann eine Antibiotikagabe notwendig sein. Bewährt haben sich vor allem Co-Trimoxazol und Ampicillin. Bei Erwachsenen können auch Ofloxacin oder Ciprofloxacin angewendet werden. Letztere Präparate sind auch zur Behandlung von Dauerausscheidern sinnvoll, die nach überstandener Krankheit oder auch ohne vorangegangene Erkrankung Salmonellen länger als sechs Monate ausscheiden. Vor der Gabe von Antibiotika sollte der Arzt den Erreger auf Resistenzen überprüfen.
Komplikationen |
Salmonellose verursacht in der Regel schwere Durchfälle, die insbesondere bei gleichzeitigem Erbrechen und zu geringer Flüssigkeitsaufnahme zur Austrocknung führen können. Sehr alte Patienten, Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet. Anzeichen sind eine trockene belegte Zunge, eingesunkene Augen, klanglose Stimme, Blutdruckabfall und Wadenkrämpfe. Der Flüssigkeitsverlust kann unter anderem Thrombosen auslösen.
In seltenen Fällen kann sich der Erreger über das Blut weiter ausbreiten und neben dem Darm andere Organe befallen. Eine Salmonellose kann außerdem eine akute Lebensmittelvergiftung zur Folge haben.
Die Sterblichkeit auf Grund von Salmonellosen liegt bei unbehandelten Patienten bei bis zu fünf Prozent.
In seltenen Fällen kann sich der Erreger über das Blut weiter ausbreiten und neben dem Darm andere Organe befallen. Eine Salmonellose kann außerdem eine akute Lebensmittelvergiftung zur Folge haben.
Die Sterblichkeit auf Grund von Salmonellosen liegt bei unbehandelten Patienten bei bis zu fünf Prozent.
Prävention |
Eine Impfung gegen die Salmonellose gibt es nicht. Die Impfung gegen den ebenfalls durch Salmonellen ausgelösten Typhus bietet keinen Schutz gegen Salmonellose. Auch eine einmal durchlebte Erkrankung hinterlässt keine Immunität.
Die Vorbeugung der Krankheit kann daher nur in der Vermeidung einer Infektion bestehen. Dies ist vor allem durch einen hygienischen Umgang mit Lebensmitteln in Verbindung mit persönlicher Hygiene zu gewährleisten. Folgende Regeln dienen der Vermeidung einer Infektion:
Die Vorbeugung der Krankheit kann daher nur in der Vermeidung einer Infektion bestehen. Dies ist vor allem durch einen hygienischen Umgang mit Lebensmitteln in Verbindung mit persönlicher Hygiene zu gewährleisten. Folgende Regeln dienen der Vermeidung einer Infektion:
- Waschen Sie sich die Hände nach jedem Besuch einer Toilette, nach Kontakt mit möglicherweise mit Salmonellen belasteten Gegenständen wie Windeln, mit rohen tierischen Nahrungsmitteln wie Geflügel und vor der Zubereitung von Mahlzeiten.
- Alle Speisen und Lebensmittel, die viel Eiweiß und Wasser enthalten wie rohe Fleisch- und Wurstwaren, Schlachtgeflügel, Seetiere, Eier, Cremes, Salate und Mayonnaisen mit Rohei sowie Speiseeis sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden.
- Halten Sie Speisen nicht längerfristig warm, also unter 60 °C. Eine sichere Abtötung der Salmonellen erfolgt bei Temperaturen über 70 °C über mindestens zehn Minuten Garzeit.
- Bei vorgekochten Speisen sollten Sie die Abkühlzeit zwischen 60 ºC und 10 ºC kurz halten. Warme Speisen sollen innerhalb von zwei Stunden nach der letzten Erhitzung verzehrt werden.
- Beim Auftauen von gefrorenem Geflügel und Wild enthält das Auftauwasser oft Salmonellen. Deswegen sollten Sie das Auftauwasser separat auffangen und sofort in den Ausguss schütten (heiß nachspülen). Alle Gegenstände, die damit in Berührung gekommen sind, und die Hände sollten Sie sofort danach gründlich mit möglichst heißem Wasser reinigen.
- Beim Kochen mit der Mikrowelle sollten Sie keine zu kurzen Garzeiten wählen, damit die Speisen auch im Innern ausreichend erhitzt werden. Beim Aufwärmen von Speisen müssen 70 °C überschritten werden.
- Fertigmahlzeiten sollten Sie immer nur kurz vor dem Verzehr zubereiten.
- Benutzen Sie kochbare Küchentücher, die Sie häufig wechseln sollten
Was kann ich selbst tun? |
Zur Vermeidung einer Infektion sollten Sie beim Verzehr und bei der Verarbeitung von Fleisch und Fleischprodukten, Milch und Milchprodukten sowie rohen Eiern und Fertigprodukten aus Rohei die nötige Sorgfalt walten lassen und die unter dem Punkt Prävention beschriebenen Regeln beachten.
Sind Sie an einer Salmonellose erkrankt, sollten Sie sich in ärztliche Behandlung begeben. Wichtig ist, dass Sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen und für einen Ausgleich des Elektrolytverlust sorgen (siehe Behandlung).
Sind Sie an einer Salmonellose erkrankt, sollten Sie sich in ärztliche Behandlung begeben. Wichtig ist, dass Sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen und für einen Ausgleich des Elektrolytverlust sorgen (siehe Behandlung).