Sonnenbrand

Was ist Sonnenbrand?

Als Sonnenbrand (Dermatitis solaris) wird eine akute und sichtbare Entzündung der Haut bezeichnet, die durch den UV-Anteil des Sonnenlichtes bei übermäßiger Sonnenbestrahlung ausgelöst wird.

Die Folgen eines Sonnenbrandes können wie Verbrennungen in den Schweregraden eins bis drei eingeteilt werden. Die Beschwerden treten etwa drei bis sechs Stunden nach dem Sonnenbaden auf.



Die Entzündung zeigt sich durch eine Rötung und Schwellung der betroffenen Stellen, wobei die entzündlichen Stellen jucken und schmerzen.

Die Tatsache, dass es sich bei einem Sonnenbrand allgemein um eine ernsthafte Erkrankung handelt, ist vielen Betroffenen nicht bewusst.
 
 

Symptome

Der Betroffene leidet unter Symptomen wie Brennen und Juckreiz der Haut. Handelt es sich um einen schwerwiegenderen Sonnenbrand, kann es zu Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Ohrensausen oder Kreislaufbeschwerden kommen. Dies sind meist Symptome einer anderen schweren Erkrankung, dem Sonnenstich.

Die ersten Anzeichen beginnen etwa drei bis sechs Stunden nach dem Sonnenbad. Der Höhepunkt der Beschwerden wird jedoch erst nach 12-24 Stunden erreicht.
 
 

Ursachen

Ein Sonnenbrand entsteht, wenn die Pigmente in der Haut nicht ausreichen, um die Strahlung der Sonne abzublocken. Das ist meist bei sehr hellhäutigen Menschen der Fall. Die Strahlung kann so ungehindert in die Haut dringen. Hier werden körpereigene Botenstoffe aktiviert, welche die Entzündung hervorrufen.

Sonnenbrand entsteht am häufigsten durch Unterschätzung der Sonneneinstrahlung und damit einhergehenden zu langen Sonnenbädern. Zusätzlich werden oftmals Sonnencremes mit nicht ausreichendem Lichtschutzfaktor verwendet.

Nicht bedacht wird häufig auch die reflektierende Wirkung von Wasser, die eine um 60 Prozent verstärkte Intensität der Strahlung zur Folge haben kann. Der Betroffene merkt dies nicht, da die Haut im Wasser gekühlt wird. Somit kann ein Sonnenbrand entstehen.
 
 

Wann ist ein Arzt aufzusuchen?

Ein Arzt ist bei stärkeren Verbrennungen aufzusuchen. Er kann entscheiden, welche Maßnahmen anhand der Schwere der Verbrennung getroffen werden müssen. Er verordnet eventuell Cortison, um die Entzündung der Haut zu hemmen.

Ebenso sollte immer ein Arzt konsultiert werden, wenn kleine Kinder Verbrennungen erlitten haben, oder wenn sich bei dem Betroffenen zusätzlich Allergiesymptome (Pusteln, Jucken) bemerkbar machen.
 
 

Diagnose

Der Arzt kann entscheiden, um welchen Grad der Verbrennung es sich bei einem Sonnenbrand handelt.

  • Bei Verbrennungen 1. Grades handelt es sich um einen leichten Sonnenbrand. Es reichen kühlende Umschläge zur Behandlung aus.
  • Bei Verbrennungen 2. Grades sollte ein Arzt aufgesucht werden. Diese gehen mit Blasenbildung einher.
  • Um Verbrennungen 3. Grades handelt es sich, wenn die Haut weitgehend beschädigt ist und sich ablöst.

Der Hinweis auf übermäßige Sonnenbestrahlung bei der ärztlichen Befragung und die typische Symptomatik führen in der Regel schnell zu einer richtigen Diagnose.
 
 

Behandlung

Hat der Arzt eine Verbrennung 1. Grades festgestellt, wird er zunächst entzündungshemmende Substanzen wie Cortison, Gele, Lotionen oder Schmerzmittel verschreiben.

Handelt es sich um eine Verbrennung 2. Grades, kann der Arzt die Brandblasen steril punktieren. Bei einer Verbrennung 3. Grades werden dem Betroffenen Infusionen gegeben, das Blut wird kontrolliert und Antibiotika verordnet. Die Behandlung wird meistens im Krankenhaus vorgenommen.
 
 

Komplikationen

Ein wesentliches Risiko bei einem schweren Sonnenbrand 2. Grades sind entstellende Narben, die zurückbleiben können. Sonnenbrände sind außerdem ein Faktor für die Entstehung von Hauttumoren, auch dann, wenn sie bereits Jahrzehnte zurückliegen. Die empfindliche Haut von Kindern ist besonders vor Sonne zu schützen.

Hautkrebs ist jedoch nicht die alleinige Gefahr, die ein Sonnenbrand mit sich bringen kann. Es können eine Verdickung der Haut, Gefäßerweiterungen und Bindegewebsschwäche auftreten.

Grundsätzlich hat Sonnenbrand eine enorme Auswirkung auf die Haut. Häufiger Sonnenbrand beschleunigt die Hautalterung. Es kann zu Faltenbildung, Altersflecken, Porenerweiterungen und Mitessern kommen.

Besonders gefährdet sind hellhäutige Menschen und Kinder.
 
 

Prävention

Es ist wichtig, in der Mittagsonne keine ausgedehnten Sonnenbäder zu nehmen, da die Sonne um die Mittagszeit die stärkste Kraft hat.

Auch ist es ratsam, die Sonnendosis jeden Tag zu erhöhen, um die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen und einen erhöhten Lichtschutzfaktor zu verwenden.

Die Sonnencreme ist grundsätzlich eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufzutragen. Für das Gesicht ist ein höherer Lichtschutzfaktor zu verwenden.

Es ist darauf zu achten, dass bestimmte Medikamente die Haut lichtempfindlicher machen und in der Sonne Allergien auslösen können.

Auch die Pflege der Haut nach dem Sonnenbaden mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion ist notwendig.
 
 

Was kann ich selbst tun?

Es gibt viele Möglichkeiten, einen Sonnenbrand zu vermeiden. Die wichtigste ist es, Sonnenschutzprodukte zu verwenden, die dem jeweiligen Hauttyp angepasst sind. Nach dem Auftragen beträgt die Einwirkzeit etwa 30 Minuten.

Ist es bereits zu einem Sonnenbrand gekommen, ist die Sonne bis zur vollständigen Abheilung zu meiden. Ein leichter Sonnenbrand wird mit kühlenden Umschlägen und Gelen behandelt. Bei Schmerzen kann der Betroffene sich Abhilfe mit Medikamenten verschaffen, die Acetylsalicylsäure enthalten.

Grundsätzlich ist darauf zu achten, viel zu trinken und eine fetthaltige Feuchtigkeitslotion aufzutragen, um den Feuchtigkeitshaushalt der Haut auszugleichen.