Was ist eine Speicheldrüsenentzündung? |
Eine Speicheldrüsenentzündung ist eine ein- oder beidseitig, entweder bakteriell, viral oder durch Speichelsteine verursachte, sehr schmerzhafte Schwellung der großen Speicheldrüsen.
Fast der gesamte im Mund vorhandene Speichel wird von sechs paarig angeordneten, so genannten großen Speicheldrüsen produziert (1,5 bis 2 Liter pro Tag). Hierbei handelt es sich um die Ohrspeichel-, die Unterzungen- und die Unterkieferspeicheldrüse. Weiterhin existieren eine Reihe kleinerer Speicheldrüsen an Lippen, Wangenschleimhaut und Rachen, die allerdings wesentlich seltener von krankhaften Veränderungen betroffen sind.
Oftmals leiden ältere Menschen unter dieser Erkrankung. Doch auch Personen mit einer das Immunsystem schwächenden Erkrankung können betroffen sein.
Fast der gesamte im Mund vorhandene Speichel wird von sechs paarig angeordneten, so genannten großen Speicheldrüsen produziert (1,5 bis 2 Liter pro Tag). Hierbei handelt es sich um die Ohrspeichel-, die Unterzungen- und die Unterkieferspeicheldrüse. Weiterhin existieren eine Reihe kleinerer Speicheldrüsen an Lippen, Wangenschleimhaut und Rachen, die allerdings wesentlich seltener von krankhaften Veränderungen betroffen sind.
Oftmals leiden ältere Menschen unter dieser Erkrankung. Doch auch Personen mit einer das Immunsystem schwächenden Erkrankung können betroffen sein.
Symptome |
Speicheldrüsenentzündungen treten in der Regel plötzlich und meist mit einer einseitigen Schwellung der betroffenen Drüse auf. Die Drüse wird dabei hart und druckempfindlich. Die Haut über der Drüse ist gerötet und fühlt sich warm an. Der Patient leidet oftmals unter einer erhöhten Körpertemperatur. Bei bakteriellen Entzündungen entleert sich gelegentlich Eiter in den Mund, der zu einem schlechten Geschmack führt.
Besonders unangenehm und schmerzhaft ist das Essen, bei dem sich vermehrt Speichel bildet. Der wiederum drückt auf das entzündete Gewebe. Das erschwert gerade bei Entzündungen der Ohrspeicheldrüse das Kauen, denn hier werden Kiefergelenk und Kaumuskulatur in Mitleidenschaft gezogen. Das kann so weit gehen, dass die Patienten den Mund kaum noch öffnen können.
Haben sich ein oder mehrere Speichelsteine gebildet, verspüren Sie eine schmerzhafte, mitunter aber auch schmerzlose Schwellung, meist nur dann, wenn vermehrt Speichel gebildet wird.
Besonders unangenehm und schmerzhaft ist das Essen, bei dem sich vermehrt Speichel bildet. Der wiederum drückt auf das entzündete Gewebe. Das erschwert gerade bei Entzündungen der Ohrspeicheldrüse das Kauen, denn hier werden Kiefergelenk und Kaumuskulatur in Mitleidenschaft gezogen. Das kann so weit gehen, dass die Patienten den Mund kaum noch öffnen können.
Haben sich ein oder mehrere Speichelsteine gebildet, verspüren Sie eine schmerzhafte, mitunter aber auch schmerzlose Schwellung, meist nur dann, wenn vermehrt Speichel gebildet wird.
Ursachen |
Die Auslöser einer Speicheldrüsenentzündung sind in den meisten Fällen Bakterien (Streptokokken, Staphylokokken) oder Viren. Als ein viraler Grund ist Mumps zu nennen, aber auch Coxsackie-A-Viren (fieberhafte und nichtbakterielle Infektionskrankheiten verursachende Viren) gelten als Ursache der Krankheit.
Häufig sind Speichelsteine für eine Speicheldrüsenentzündung verantwortlich. Sie verursachen einen Speichelrückstau durch eine Verlegung des Ausführungsganges der betroffenen Drüse. Das dadurch angestaute Sekret ist ein idealer Nährboden für Bakterien, die zu Entzündungen führen können. Neben den Steinen sind aber auch Einengungen, Narben oder Tumoren der Speicheldrüsen für die Erkrankung verantwortlich.
Darüber hinaus können Entzündungen an der Mundschleimhaut (Stomatitis), verursacht durch eine mangelnde Mundhygiene, aber auch Medikamente, die als Nebenwirkung den Speichelfluss reduzieren, Speicheldrüsenentzündungen hervorrufen oder begünstigen.
Häufig sind Speichelsteine für eine Speicheldrüsenentzündung verantwortlich. Sie verursachen einen Speichelrückstau durch eine Verlegung des Ausführungsganges der betroffenen Drüse. Das dadurch angestaute Sekret ist ein idealer Nährboden für Bakterien, die zu Entzündungen führen können. Neben den Steinen sind aber auch Einengungen, Narben oder Tumoren der Speicheldrüsen für die Erkrankung verantwortlich.
Darüber hinaus können Entzündungen an der Mundschleimhaut (Stomatitis), verursacht durch eine mangelnde Mundhygiene, aber auch Medikamente, die als Nebenwirkung den Speichelfluss reduzieren, Speicheldrüsenentzündungen hervorrufen oder begünstigen.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen? |
Wenn eine plötzlich auftretende Schwellung, ein Druckschmerz oder schmerzhafte Beschwerden beim Kauen nicht innerhalb weniger Tage abklingen, sondern sich verschlimmern, sollten Sie dringend einen HNO-Arzt aufsuchen.
Um Komplikationen zu vermeiden, müssen Speicheldrüsenentzündungen grundsätzlich behandelt werden.
Um Komplikationen zu vermeiden, müssen Speicheldrüsenentzündungen grundsätzlich behandelt werden.
Diagnose |
Die Diagnose stellt der Arzt anhand einer eingehenden Untersuchung der betroffenen Speicheldrüse.
Zu Beginn wird er die Stelle abtasten, wobei sich meist Eiter aus dem Ausführungsgang in den Mund entleert. Dieser wird im Labor untersucht, um den Erreger ausfindig zu machen. Eine Blutuntersuchung sollte durchgeführt werden, um den Verdacht der Entzündung zu erhärten oder zu widerlegen.
Eine Ultraschalluntersuchung ist ebenfalls sinnvoll, um einen Stein, Abszess oder Tumor auszuschließen oder zu bestätigen. In manchen Fällen führt der Arzt eine Computer- oder Magnetresonanztomographie sowie bei einer chronischen Entzündung eine Feinnadelpunktion durch.
Speichelsteine können außerdem durch eine so genannte Sialographie erkannt werden. Der Arzt spritzt dafür in den Ausführungsgang der Speicheldrüse eine Kontrast gebende Flüssigkeit, um die Drüse auf dem Röntgenbild sichtbar zu machen.
Zu Beginn wird er die Stelle abtasten, wobei sich meist Eiter aus dem Ausführungsgang in den Mund entleert. Dieser wird im Labor untersucht, um den Erreger ausfindig zu machen. Eine Blutuntersuchung sollte durchgeführt werden, um den Verdacht der Entzündung zu erhärten oder zu widerlegen.
Eine Ultraschalluntersuchung ist ebenfalls sinnvoll, um einen Stein, Abszess oder Tumor auszuschließen oder zu bestätigen. In manchen Fällen führt der Arzt eine Computer- oder Magnetresonanztomographie sowie bei einer chronischen Entzündung eine Feinnadelpunktion durch.
Speichelsteine können außerdem durch eine so genannte Sialographie erkannt werden. Der Arzt spritzt dafür in den Ausführungsgang der Speicheldrüse eine Kontrast gebende Flüssigkeit, um die Drüse auf dem Röntgenbild sichtbar zu machen.
Behandlung |
In der Regel wird der HNO-Arzt bei einer bakteriellen Infektion Antibiotika verordnen. Schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente kommen zum Einsatz, wenn die Speicheldrüsenentzündung durch Viren verursacht ist. Darüber hinaus kann über so genannte Speichellocker (zum Beispiel Bonbons, Kaugummi oder Getränke) eine vermehrte Speichelproduktion erreicht werden, welche die Speicheldrüse reinigt und einen eventuell vorhandenen Stein nach außen befördern kann.
Steine können aber auch durch massieren der Drüse oder mittels extrakorporaler Stoßwellenlithotripsie (ESWL) entfernt oder zertrümmert werden. Hier werden Ultraschallwellen von außen auf den Stein gerichtet, so dass er zerfällt. Diese Teilchen werden in der Regel durch den Speichelfluss ausgeschwemmt. Ist dies nicht der Fall, ist eine operative Entfernung der größeren Teilchen notwendig.
Bei einem Abzess ist es unumgänglich, dass dieser gespalten wird, um den Eiter abfließen zu lassen. Die entzündete Speicheldrüse sollte erst dann vollständig entfernt werden, wenn es wiederholt zu Entzündungen gekommen ist oder ein Tumorverdacht besteht.
Handelt es sich um einen bösartigen Tumor, kommt meist nur eine vollständige Entfernung des Tumors und der Drüse einschließlich der benachbarten Lymphknoten in Frage, wobei eine komplette operative Entfernung des Tumors fast unmöglich ist. Meist schließt sich eine Strahlentherapie an.
Steine können aber auch durch massieren der Drüse oder mittels extrakorporaler Stoßwellenlithotripsie (ESWL) entfernt oder zertrümmert werden. Hier werden Ultraschallwellen von außen auf den Stein gerichtet, so dass er zerfällt. Diese Teilchen werden in der Regel durch den Speichelfluss ausgeschwemmt. Ist dies nicht der Fall, ist eine operative Entfernung der größeren Teilchen notwendig.
Bei einem Abzess ist es unumgänglich, dass dieser gespalten wird, um den Eiter abfließen zu lassen. Die entzündete Speicheldrüse sollte erst dann vollständig entfernt werden, wenn es wiederholt zu Entzündungen gekommen ist oder ein Tumorverdacht besteht.
Handelt es sich um einen bösartigen Tumor, kommt meist nur eine vollständige Entfernung des Tumors und der Drüse einschließlich der benachbarten Lymphknoten in Frage, wobei eine komplette operative Entfernung des Tumors fast unmöglich ist. Meist schließt sich eine Strahlentherapie an.
Komplikationen |
Bei einer länger dauernden, unbehandelten Entzündungen der Speicheldrüse ist eine Abzessbildung möglich. Kommt es bei dieser Eiteransammlung zu einem Aufbruch ins benachbarte Halsgewebe, besteht die Gefahr einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung. Treten Speicheldrüsenentzündungen chronisch auf, haben sie eine Vernarbung und Rückbildung (Atrophie) des Gewebes zur Folge.
Gutartige Speicheldrüsentumore müssen operativ entfernt werden. Dabei kann es zum einen passieren, dass der Gesichtsnerv geschädigt wird und eine Lähmung (periphere Fazialisparese) eintritt, zum anderen können Gewebsreste übersehen werden, aus denen sich ein neuer Tumor entwickelt.
Diese Fälle sind jedoch äußerst selten. Die Entfernung der Speicheldrüse selbst hat jedoch keinen spürbaren Einfluss auf die Speichelproduktion.
Gutartige Speicheldrüsentumore müssen operativ entfernt werden. Dabei kann es zum einen passieren, dass der Gesichtsnerv geschädigt wird und eine Lähmung (periphere Fazialisparese) eintritt, zum anderen können Gewebsreste übersehen werden, aus denen sich ein neuer Tumor entwickelt.
Diese Fälle sind jedoch äußerst selten. Die Entfernung der Speicheldrüse selbst hat jedoch keinen spürbaren Einfluss auf die Speichelproduktion.
Prävention |
Um eine Speicheldrüsenentzündung möglichst von vornherein zu verhindern, sind eine gewissenhafte Mundhygiene, eine ausreichende Zahnpflege und reichliches Trinken wichtig. So können Sie die Gefahr einer Ansiedlung von Keimen und Bakterien im Mundraum und deren Vordringen in die Speicheldrüsen minimieren.
Was kann ich selbst tun? |
Achten Sie auf eine regelmäßige Mundhygiene. Spülungen sind besonders sinnvoll, um Keimansammlungen vorzubeugen. Zuckerfreie und saure Bonbons und Getränke können den Speichelfluss anregen und damit eine Mundreinigung bewirken.
Grundsätzlich helfen bei akuten Speicheldrüsenentzündungen kühlende, alkoholische Umschläge, weiche Nahrungsmittel und reichlich Flüssigkeit.
Grundsätzlich helfen bei akuten Speicheldrüsenentzündungen kühlende, alkoholische Umschläge, weiche Nahrungsmittel und reichlich Flüssigkeit.