Zysten in der Brust

Was sind Zysten in der Brust?

Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Sie waren vorher anatomisch nicht vorhanden und treten plötzlich auf. Der Arzt kann sie mit Hilfe einer Nadel oder eines kleinen Stichs entleeren. Allerdings ist das Problem damit nicht immer behoben, denn sie können erneut auftreten.
 
 

Symptome

In der Regel verursachen Zysten keine Beschwerden. Sie treten lediglich im Rahmen einer Tast- oder einer Ultraschalluntersuchung der Brüste zu Tage.
 
 

Ursachen

In den meisten Fällen bilden sich Zysten im Rahmen einer Mastopathie. Nur ganz selten sind sie angeboren.
 
 

Wann ist ein Arzt aufzusuchen?

Sobald Sie selbst bei Ihrer monatlichen Routinekontrolle einen Knoten in der Brust ertasten, sollten Sie zum Arzt gehen. Er muss abklären, welche Ursache dahinter steckt.
 
 

Diagnose

Ab einem Durchmesser von einem Zentimeter kann der Arzt eine Zyste in der Brust gut ertasten. Um zu sehen, wo sie genau liegt und die Zystenwand auf mögliche Wucherungen zu prüfen, muss er im nächsten Schritt eine Ultraschalluntersuchung vornehmen. Zusätzlich wird die Zyste punktiert – und zwar unter Kontrolle des Ultraschalls. Hierzu sticht der Arzt mit einer Hohlnadel in die Zyste hinein und entnimmt ihr Flüssigkeit, die später auf veränderte Zellen und auf Krankheitserreger getestet werden muss.

Ist der Befund einer Zyste unklar, dann kann auch eine so genannte Pneumozystographie eingesetzt werden. Der Arzt spritzt etwas Kontrastmittel in die Zyste, das einen feinen Film auf der Zystenwand hinterlässt. Diese dünne Schicht wird im anschließend aufgenommenen Röntgenbild sichtbar, so dass der Arzt nun die Innenwand der Zyste prüfen kann.
 
 

Behandlung

Bemerkt der Arzt bei der Utraschalluntersuchung irgendwelche Auffälligkeiten oder ergibt die Untersuchung der aus der Zyste punktierten Flüssigkeit Unklarheiten, muss die Zyste in einer Operation entfernt werden. Vor einer solchen Operation empfiehlt es sich, eine Mammographie zu machen. Die Untersuchung zeigt eventuell weitere Zysten, die während der anstehenden Operation punktiert, untersucht oder gleich mitentfernt werden sollten.

Zysten, die unauffällig sind, müssen dagegen nicht operativ behandelt werden. Allerdings ist in diesem Fall eine Ultraschalluntersuchung alle drei Monate angebracht. Zysten, die nach mehrfacher Punktion immer wiederkehren, verlangen dagegen auch eine Operation. Unterstützend können hier und auch bei vielfachen – so genannten multiplen – Zysten Medikamente eingesetzt werden, die den Hormonhaushalt beeinflussen.
 
 

Komplikationen

Bei Zysten in der Brust sind Komplikationen eher selten.
 
 

Prävention

Wie bei der Mastopathie sind auch bei Zysten in der Brust bislang keine Maßnahmen bekannt, die wirksam vorbeugen.
 
 

Was kann ich selbst tun?

Tasten Sie Ihre Brust einmal im Monat auf Veränderungen ab. Sobald Sie etwas, zum Beispiel einen Knoten, bemerken, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, damit er abklären kann, was dahinter steckt.