Was ist Bulimie? |
Bulimie bezeichnet eine Essstörung mit Heißhungerattacken und Essanfällen, denen selbstausgelöstes Erbrechen und der Missbrauch von Medikamenten folgt. Das Ziel der Betroffenen ist eine Verhinderung von Gewichtszunahme, wobei die Patienten jedoch normalgewichtig sind.
Ess-Brech-Süchtige durchleben regelrechte Fressanfälle. Während des Essens leiden sie unter einer starken krankhaften Angst vor dem Dickwerden. Danach wird sofort Erbrechen herbeigeführt.
Die Erkrankung betrifft in über 90 Prozent der Fälle Frauen. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt ständig zu und auch junge Männer erkranken häufiger. Im Alter von 18 bis 35 Jahren leiden etwa drei Prozent der Frauen unter Ess-Brech-Sucht, da der Wunsch schlank zu sein in der heutigen Gesellschaft sehr verbreitet ist.
Die Erkrankung betrifft in über 90 Prozent der Fälle Frauen. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt ständig zu und auch junge Männer erkranken häufiger. Im Alter von 18 bis 35 Jahren leiden etwa drei Prozent der Frauen unter Ess-Brech-Sucht, da der Wunsch schlank zu sein in der heutigen Gesellschaft sehr verbreitet ist.
Symptome |
Das wiederholte Auftreten von Essanfällen ist das wesentliche Anzeichen dieser Erkrankung. Die Betroffenen nehmen in kurzer Zeit große Nahrungsmengen zu sich, ohne das Gefühl zu haben, die Nahrungsaufnahme noch selbst kontrollieren zu können. Dabei handelt es sich häufig um kohlenhydraht- und kalorienreiche Speisen wie Schokolade, Pudding, Gebäck oder Kartoffelchips.
Anfälle können mehrmals wöchentlich auftreten, bei manchen Patienten sogar mehrmals täglich. Damit es nicht auffällt, welche enormen Nahrungsmengen sie verbrauchen, gehen die Patienten in verschiedene Supermärkte. Rund 20 Prozent der Betroffenen haben sogar Ladendiebstähle begangen, um sich Nahrungsmittel zu besorgen.
Meist greifen bulimische Personen zu Maßnahmen der Gewichtskontrolle. Entweder durch Erbrechen oder durch die Einnahme großer Mengen Harn treibender sowie abführender Mittel. Zwischen den Anfällen leben die Patienten oft nach einer strengen Diät oder betreiben regelmäßig Sport. Durch die Aufeinanderfolge von Fressanfällen und Diäten kommt es zu starken Gewichtsschwankungen, im Durchschnitt liegt das Gewicht jedoch im Normalbereich.
Anfälle können mehrmals wöchentlich auftreten, bei manchen Patienten sogar mehrmals täglich. Damit es nicht auffällt, welche enormen Nahrungsmengen sie verbrauchen, gehen die Patienten in verschiedene Supermärkte. Rund 20 Prozent der Betroffenen haben sogar Ladendiebstähle begangen, um sich Nahrungsmittel zu besorgen.
Meist greifen bulimische Personen zu Maßnahmen der Gewichtskontrolle. Entweder durch Erbrechen oder durch die Einnahme großer Mengen Harn treibender sowie abführender Mittel. Zwischen den Anfällen leben die Patienten oft nach einer strengen Diät oder betreiben regelmäßig Sport. Durch die Aufeinanderfolge von Fressanfällen und Diäten kommt es zu starken Gewichtsschwankungen, im Durchschnitt liegt das Gewicht jedoch im Normalbereich.
Ursachen |
Bei der Entstehung der Bulimie wirken vermutlich verschiedene Einflüsse zusammen. Tatsache ist, dass in der heutigen Gesellschaft ein Schönheitsideal gilt, das insbesondere für Frauen einen perfekten Körper fordert. Auch die Erfahrungen, die schon früh im Umgang mit Nahrungsmitteln gemacht wurden, spielen bei der Entstehung eine entscheidende Rolle. In Familien bulimischer Patienten sind oft Differenzen zu finden, was ein Auslöser der Krankheit sein kann.
Ein Risikofaktor für die Entstehung einer Essstörung kann ein genetisch bedingter, relativ niedriger Energieverbrauch sein. Liegt dieser vor, neigt die Person trotz normaler Nahrungsaufnahme zu einem hohen Gewicht. Das Erreichen einer schlanken Figur ist für die Betroffenen nur durch Maßnahmen der Gewichtskontrolle zu erreichen.
Ein Risikofaktor für die Entstehung einer Essstörung kann ein genetisch bedingter, relativ niedriger Energieverbrauch sein. Liegt dieser vor, neigt die Person trotz normaler Nahrungsaufnahme zu einem hohen Gewicht. Das Erreichen einer schlanken Figur ist für die Betroffenen nur durch Maßnahmen der Gewichtskontrolle zu erreichen.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen? |
Sich einzugestehen und zu akzeptieren, dass eine Essstörung vorliegt, ist schwer. Viele Betroffene denken, es handelt sich allein um ihr Problem, wollen keine Hilfe annehmen und alleine mit der Situation fertig werden.
Bulimische Patienten sollten sich bewusst sein, dass diese Krankheit nicht alleine in den Griff zu bekommen ist. Qualifizierte Hilfe ist notwendig, um eine geeignete Therapie zu finden. In einigen Fällen bedarf es der Einnahme von Medikamenten oder sogar einer Einweisung ins Krankenhaus.
Bulimische Patienten sollten sich bewusst sein, dass diese Krankheit nicht alleine in den Griff zu bekommen ist. Qualifizierte Hilfe ist notwendig, um eine geeignete Therapie zu finden. In einigen Fällen bedarf es der Einnahme von Medikamenten oder sogar einer Einweisung ins Krankenhaus.
Diagnose |
Die Bulimie wurde erst 1980 als eigenständige Diagnose erhoben, daher ist zu ihrem Verlauf noch recht wenig bekannt. Es wird jedoch angenommen, dass sich im Krankheitsverlauf Phasen mit geringer und stark ausgeprägter Symptomatik abwechseln. Die Essstörung existiert im Durchschnitt bereits fünf Jahre, ehe der erste Behandlungsversuch unternommen wird. Die ist darauf zurückzuführen, dass die Patienten häufig versuchen, ihre Krankheit zu vertuschen und bestimmte Maßnahmen treffen, damit sie auch nicht von anderen entdeckt wird.
Behandlung |
Bei einer Bulimie kommen verschiedene Behandlungen zur Anwendung. Die Therapie sollte möglichst in einer Klinik beginnen, wenn schwerwiegende medizinische Probleme aufgetreten sind. Zunächst ist es wichtig, eine Veränderung des Essverhaltens herbeizuführen und diese zu normalisieren. Es wird auf eine bestimmte Kalorienzufuhr, eine angemessene Nahrungszusammensetzung und zeitliche Verteilung der Nahrungsaufnahme geachtet. Die Patientin wird über die psychologischen Konsequenzen der Mangelernährung aufgeklärt und umfassend über die Krankheit informiert.
Während der Therapie ist eine starke Kontrolle der Patientin wichtig, da die Betroffenen sich oft scheinbar auf die Ernährungsumstellung einlassen, aus Angst vor einer Zunahme des Gewichtes aber heimlich ein Erbrechen erzwingen.
Bei der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung wird gemeinsam mit der Patientin untersucht, welche irrationalen Gründe zu ihrem Verhalten führen. So kann zum Beispiel die Annahme, nur geliebt zu werden, wenn man schlank ist, ein Motiv für krankhafte Gewichtskontrolle sein. Auch eine Problemlösungstrategie ist Teil der Therapie. Da Ess- und Brechanfälle häufig nach Belastungssituationen aufreten, erlernt die Patientin andere Formen im Umgang mit Stress und Problemen.
Eine Familientherapie, die Konflikte in der Familien aus dem Weg räumt, aber auch Familienmitgliedern den Umgang mit der Erkrankung der Patientin erleichtert, kann besonders sinnvoll sein. Gemeinsam wird dabei festgestellt, was zu der Bulimie geführt haben könnte.
Es besteht weiterhin die Möglichkeit, in einer Mal- und Musiktherapie, Gefühlen und Gedanken Ausdruck zu verleihen. Diese Verfahren werden kaum allein eingesetzt, sondern dienen zur Vervollständigung anderer Behandlungsansätze.
Während der Therapie ist eine starke Kontrolle der Patientin wichtig, da die Betroffenen sich oft scheinbar auf die Ernährungsumstellung einlassen, aus Angst vor einer Zunahme des Gewichtes aber heimlich ein Erbrechen erzwingen.
Bei der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung wird gemeinsam mit der Patientin untersucht, welche irrationalen Gründe zu ihrem Verhalten führen. So kann zum Beispiel die Annahme, nur geliebt zu werden, wenn man schlank ist, ein Motiv für krankhafte Gewichtskontrolle sein. Auch eine Problemlösungstrategie ist Teil der Therapie. Da Ess- und Brechanfälle häufig nach Belastungssituationen aufreten, erlernt die Patientin andere Formen im Umgang mit Stress und Problemen.
Eine Familientherapie, die Konflikte in der Familien aus dem Weg räumt, aber auch Familienmitgliedern den Umgang mit der Erkrankung der Patientin erleichtert, kann besonders sinnvoll sein. Gemeinsam wird dabei festgestellt, was zu der Bulimie geführt haben könnte.
Es besteht weiterhin die Möglichkeit, in einer Mal- und Musiktherapie, Gefühlen und Gedanken Ausdruck zu verleihen. Diese Verfahren werden kaum allein eingesetzt, sondern dienen zur Vervollständigung anderer Behandlungsansätze.
Komplikationen |
Durch übermäßiges Erbrechen können medizinische Probleme auftreten. Dabei kann es zu Kaliummangel kommen, der wiederum möglicherweise Herzrhythmusstörungen zur Folge hat. Entzündungen der Speiseröhre, Magenwandschädigungen, Schwellungen der Ohrspeicheldrüse, erhebliche Schädigungen des Zahnschmelzes und Veränderungen an Haut und Haaren sind bei dieser Erkrankung nicht selten.
Durch das Einführen des Fingers, um Erbrechen herbeizuführen, kann die Mundhöhle verletzt werden. Auch besteht die Gefahr zu ersticken, da der Inhalt des Magens in die Luftröhre gelangen kann.
Zu erheblichen Störungen des Mineralstoffwechsels kann es durch den Missbrauch von abführenden Mitteln kommen. Bulimische Patientinnen leiden nicht selten unter Unterernährung, die zu Unregelmäßigkeiten des Hormonhaushaltes führen kann. Mögliche Folgen sind häufig Ausbleiben der Menstruation und Unfruchtbarkeit, aber auch Energiemangel und Kälteempfindlichkeit.
Depressionen können ebenfalls auftreten. Stimmungslabilität, Schuldgefühle und Suizidgedanken sind häufig im Zusammenhang mit den Ess- und Brechanfällen zu beobachten. Das erleichternde Gefühl nach dem Erbrechen ist so nur von kurzer Dauer und wird von Niedergeschlagenheit gefolgt.
Durch das Einführen des Fingers, um Erbrechen herbeizuführen, kann die Mundhöhle verletzt werden. Auch besteht die Gefahr zu ersticken, da der Inhalt des Magens in die Luftröhre gelangen kann.
Zu erheblichen Störungen des Mineralstoffwechsels kann es durch den Missbrauch von abführenden Mitteln kommen. Bulimische Patientinnen leiden nicht selten unter Unterernährung, die zu Unregelmäßigkeiten des Hormonhaushaltes führen kann. Mögliche Folgen sind häufig Ausbleiben der Menstruation und Unfruchtbarkeit, aber auch Energiemangel und Kälteempfindlichkeit.
Depressionen können ebenfalls auftreten. Stimmungslabilität, Schuldgefühle und Suizidgedanken sind häufig im Zusammenhang mit den Ess- und Brechanfällen zu beobachten. Das erleichternde Gefühl nach dem Erbrechen ist so nur von kurzer Dauer und wird von Niedergeschlagenheit gefolgt.
Prävention |
Zur Vorbeugung einer Erkrankung wie der Bulimie sollten Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder darauf achten, ihr Selbstbewusstsein zu stärken. In Gesprächen können Sie versuchen, ihnen ein positives Verhältnis zu ihrem Körper und dessen Veränderungen, welche im Laufe der Jahre eintreten, zu ermöglichen.
Grundsätzlich ist Streit am Tisch zu vermeiden. Kinder und Jugendliche sollten nicht dazu gezwungen werden, etwas bestimmtes oder bestimmte Mengen zu essen.
Grundsätzlich ist Streit am Tisch zu vermeiden. Kinder und Jugendliche sollten nicht dazu gezwungen werden, etwas bestimmtes oder bestimmte Mengen zu essen.
Was kann ich selbst tun? |
Ein guter Weg selbst die Initiative zu ergreifen und etwas gegen die Erkrankung zu unternehmen, ist das Beitreten in eine Selbsthilfegruppe. Diese werden gewöhnlicherweise nicht von Fachleuten geführt, sondern meist von jemandem, der eigene Erfahrungen mit Essstörungen gemacht hat.
Gruppen können sich überall und jederzeit treffen, von täglich bis einmal monatlich. Selbsthilfegruppen zeigen, dem Betroffenen, dass er nicht alleine ist und eine Heilung möglich ist. Die Mitglieder unterstützen sich auch in schwierigen Zeiten. Jede Selbsthilfegruppe unterscheidet sich von anderen. In der einen wird über Dinge gesprochen, die einen gerade bewegen, in der anderen wird bei jedem Treffen ein neues Thema gewählt, über welches dann gemeinsam geredet wird.
Gruppen können sich überall und jederzeit treffen, von täglich bis einmal monatlich. Selbsthilfegruppen zeigen, dem Betroffenen, dass er nicht alleine ist und eine Heilung möglich ist. Die Mitglieder unterstützen sich auch in schwierigen Zeiten. Jede Selbsthilfegruppe unterscheidet sich von anderen. In der einen wird über Dinge gesprochen, die einen gerade bewegen, in der anderen wird bei jedem Treffen ein neues Thema gewählt, über welches dann gemeinsam geredet wird.